Universelle Weisse Bruderschaft - Schweizer Verein
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Die Weisse Bruderschaft wurde 1900 von Peter Deunov (1864 – 1944) in Bulgarien gegründet.


Peter Deunov

Peter Deunov wurde als Sohn eines orthodoxen Geistlichen geboren. Da für ihn eine Laufbahn in der orthodoxen Kirche vorgesehen war, studierte er Theologie und anschliessend Medizin in den USA. Als er 1895 nach Bulgarien zurückkehrte, empfand er den starren Rahmen der Institutionen und Dogmen der orthodoxen Kirche als beengend. Ab 1900 fing er an, öffentliche Vorträge zu geben, die den traditionellen christlichen Lehren ein neues Leben einhauchten. Mit der Unterstützung einiger Schüler begann er Kongresse zu organisieren, die seine Lehre und Bewegung allmählich in ganz Europa bekannt machten.



Die Bruderschaft in Bulgarien

Im Jahr 1937, als der Zweite Weltkrieg nahte und Peter Deunov vorausahnte, dass die politischen Wirren in Bulgarien ein Verbot aller spiritueller Vereinigungen nach sich ziehen würden, sandte er einen seiner Schüler, Michael Aivanhov, zur Aufrechterhaltung, Verbreitung und Weiterentwicklung seiner Lehre nach Frankreich.



Peter Deunov (in der Mitte des Bildes) und Mikhaeël Aïvanhov (links von ihm)

Omraam Mikhaël Aïvanhov (1900 – 1986) setzte die Arbeit Peter Deunovs fort, indem er in Frankreich und den meisten andern Ländern Europas, später auch in Nordamerika, öffentliche Vorträge hielt. In der Schweiz trat er erstmals 1945 auf. Die Veröffentlichung seiner wichtigsten Vorträge in Form von Büchern, die nach und nach in mehrere Sprachen übersetzt wurden, machte diese Lehre in der ganzen Welt bekannt.



Omraam Mikhaël Aïvanhov um 1940

Ein brüderliches Leben kann nicht wirklich entstehen, ohne dass dieses in brüderlicher Gemeinschaft erlebt und erlernt würde.
Aus diesem Grunde ist eine spirituelle Gemeinschaft entstanden: die Universelle Weisse Bruderschaft. Sie hat sich in mehr als dreissig Ländern und auf fünf Kontinenten in Vereinigungen ohne finanzielle Interessen organisiert. In diesen Ländern werden wöchentliche Zusammenkünfte und Kongresse in Zentren organisiert, damit die Teilnehmenden die Lehre entdecken, besser verstehen und in die Praxis umsetzen lernen. Personen, die teilnehmen wollen, brauchen keine Auskunft über ihre soziale Herkunft, ihren intellektuellen Hintergrund oder ihre politische sowie religiöse Einstellung zu geben. Es wird von ihnen einzig verlangt, ihre speziellen Überzeugungen, einen Teil ihrer Erziehung und ihrer kulturellen Herkunft etwas zurückzustellen, um sich einen brüderlichen Lebensstil anzueignen. Wer sich in die Lehre vertiefen möchte, dem wird die Lektüre der bereits erschienenen Werke empfohlen, welche die wichtigsten Fragen, die sich der Mensch heute stellen kann, auf weiten Strecken beantworten.

Die Aktivitäten der Zentren sind sogenannt „offen“, d. h., sie haben keine eigentlichen Lebens- oder anderweitige Gemeinschaften zur Folge. Alle Teilnehmenden gehen ihrem Beruf nach und kümmern sich im gewohnten Rahmen um ihre Familien. Während der Kongresse werden die Aktivitäten den Bedürfnissen entsprechend ausgeweitet, was gewisse gemeinsame Übungen ermöglicht.

Ein Tag in der Bruderschaft sieht folgendermassen aus: gemeinsame Gebete und Meditationen, Gymnastikübungen, vegetarische Mahlzeiten in Stille, Chorgesänge und das Anhören von Tonbandaufnahmen von Vorträgen von Omraam Mikhaël Aïvanhov. Dazu kommen die Zubereitung der Mahlzeiten, Haushalts- sowie Unterhaltsarbeiten im und am Vereinshaus, Gartenarbeit und künstlerische Tätigkeiten.



Tonbandvortrag im Vortragssaal in Videlinata

Im Frühling und im Sommer beginnt der Tag bei schönem Wetter mit dem Sonnenaufgang. Die Teilnehmenden gehen ins Freie und schauen sich das Schauspiel am Himmel an: ein besonders geeigneter Moment für das Nachdenken, die Meditation und das Gebet. An Sonntagen versammelt sich die Gemeinschaft auf einer Wiese zur Paneurythmie. Die Paneurythmie ist ein Tanz, der die Kräfte der Harmonie im Menschen weckt. Eine Abfolge schlichter Bewegungen, zusammengestellt von Peter Deunov, der auch die Musik dazu komponierte.

Die brüderliche Gemeinschaft führt an ihren Zusammenkünften keinerlei Riten durch, und es gibt keine durch „Grade“ begründete Hierarchie.



Der Tanz der Paneurythmie


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